logo-kurz_blau_PWLehrstuhl für Gemeindenahe Pflege

Der Lehrstuhl für Gemeindenahe Pflege fokussiert auf eine theoretisch und empirisch begründete Weiterentwicklung der Pflege zur Vorbereitung von Städten und Gemeinden auf eine Gesellschaft des langen Lebens. Mit den bisherigen Arbeits- und Forschungsschwerpunkten wird insbesondere nach dem Beitrag von neuen Technologien zur Unterstützung von professioneller und informeller Pflege im Kontext der gemeindenahe Pflege gefragt. Vor dem Hintergrund eines theoretisch fundierten Verständnisses von Pflege einerseits und Technik andererseits werden dabei die Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützung von funktional- und interaktionsorientierten Aspekten der Pflege durch Technik und Technologie sowie auch entsprechende qualifikatorische Herausforderungen (Technikkompetenzen in der Pflege) untersucht.

Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang Forschungen und Publikationen

  • im interdisziplinären Niedersächsischen Forschungsverbund „Gestaltung altersgerechter Lebenswelten“ (2008-2013, Niedersächsisches Vorab), der unmittelbar auf die Entwicklung, Erprobung und Implementierung von neuen Technologien in das Handlungsfeld der beruflichen Pflege in langzeitstationären Kontexten abzielte,
  • im Zusammenhang mit dem jüngst in Verantwortung des Lehrstuhlinhabers gestarteten BMBF-Projekt „Transdisziplinäre Zukunftsorientierung zur Gestaltung von Mensch-Technik-Interaktion in der Pflege“ (TZoP, 2015-2017), das darauf abzielt, Leitlinien für die Weiterentwicklung von Ansätzen der Mensch-Technik-Interaktion in der Pflege zu entwickeln,
  • im Zusammenhang mit dem Projekt „Zukunftsreise Altenpflege“ (2013, Bayrische Staatsregierung, Hans Sauer Stiftung), bei dem es um die systematisch geleitete Entwicklung von Zukunftsszenarien zur Techniknutzung in der Pflege ging.

Der Lehrstuhlinhaber ist darüber hinaus durch Unterstützung (wissenschaftliche Beratung) einschlägiger Projekte mehrfach gutachterlich wie beratend für das BMBF tätig gewesen.

Aufgaben im Projekt:

Der Lehrstuhl für Gemeindenahe Pflege leitet das Teilvorhaben „PriNurse“ (Primäre Pflege unter Bedingungen technikgestützter Arbeitsprozesse).

Das Hauptziel des Teilvorhabens „PriNurse“ besteht darin, Konzepte zur Integration von technischen Innovationen und moderner Arbeitsprozessentwicklung zu erarbeiten und für die Gestaltung von pflegespezifischen Dienstleistungsinnovationen (Arbeitsbelastung, Prozessorganisation, Berufszufriedenheit, Berufsverbleib insbesondere von älteren Mitarbeiter/innen in der Pflege etc.) im ambulanten Versorgungssektor mit Blick auf Fragen von Prävention und Gesundheitsschutz für die Mitarbeiter/innen zu erproben.

Als erstes Teilziel wird die Ist-Situation mit Blick auf pflegeorganisatorische Aspekte sowie physische und psychische Belastungen Pflegender empirisch erfasst.