Aktueller Projektstatus: Start der Umsetzungen in den beteiligten Pflegediensten

Nachdem die Ausgangslagen in den beteiligten Pflegediensten in Oldenburg und Bramsche mithilfe  verschiedener Analyseinstrumente erhoben wurden, konnten fünf Handlungsfelder festgelegt werden, derer sich aktuell angenommen wird:

  1. Haltung
  2. Führung
  3. Bezugspflege
  4. Technik
  5. Anforderungsbewältigung

Bei allen Projektaktivitäten lautet das Ziel,  Rahmenbedingungen zu schaffen, die es ermöglichen, Arbeitsprozesse in den beteiligten Praxisunternehmen des CPB (Christlicher Pflegedienst Bramsche) und der JUH (Johanniter-Unfall-Hilfe)  gesundheitsförderlich (um)zugestalten.Projektphasen ITAGAP

In den Befragungen der Analysephase wurde unter anderem deutlich, dass sich Pflegende der beteiligten ambulanten Pflegedienste in Oldenburg und Bramsche wünschen, mehr Verantwortung in ihren Pflegehandlungen zu übernehmen. Begleitet durch wissenschaftliche Mitarbeiterinnen aus den Bereichen der Pflegewissenschaft und Personal & Organisation werden arbeitsorganisatorische Umstrukturierungen in den involvierten Pflegediensten vorgenommen, um unter anderem bezugspflegerische Elemente zu integrieren. Hierzu wurden innerhalb der Dienste neue Teamstrukturen geschaffen; durch die Bildung kleinerer Subteams und die Einführug einer Teamleiterebene haben die Pflegenden dDenkwerkstatt2ie Chance, sich innerhalb ihrer Teams eigenständig abzustimmen und mehr Verantwortung für den gesamten Pflegeprozess zu übernehmen. Ziel ist es weiterhin, dass die oftmals vielfach belastete Pflegedienstleitung durch diesen Prozess Entlastung erfährt. Durch entsprechende Schulungen werden jene Mitarbeiterinnen und Mitartbeiter, die neuerdings mit Führungsverantwortung betraut sind,  sowohl von ihren Vorgesetzten vor Ort als auch von Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeitern eng begleitet und unterstützt.

Während der Umstrukturierungsphase in den Pflegediensten wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Anfang an durch Workshops und Informationsveranstaltungen involviert und am Gestaltungsprozess beteiligt. Bei Bedarf werden Anpassungen durch die von ITAGAP begleitenden Wissenschaftler und die verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des CPB und der JUH vorgenommen. Seit April läuft in beiden Pflegediensten der Umsetzungsprozess. Am Ende der Projektlaufzeit findet eine Evaluation statt, um festzustellen, inwiefern sich Änderungen bewährt haben und als Teil des ITAGAP-Gesamtkonzepts auch in anderen (Pflege-)Unternehmen angewandt werden können.