Pflegelabor – Präsentation über technische Möglichkeiten

Pflegelabor _1 Am 19. April besuchten Mitarbeiterinnen der Evangelischen Altenpflegeschule e.V. in Oldenburg und eine Projektmitarbeiterin des Johanniter Pflegedienstes in Oldenburg das Pflegelabor der Universität Oldenburg. Der Projektmitarbeiter Conrad Fifelski präsentierte den mit Sensorik ausgestatteten Raum und erläuterte, wie mithilfe einer 3D-Bilderfassung der Arbeitsbereich eines Pflegebettes erfasst werden kann. Mithilfe der Technik wird es ermöglicht, Bewegungsabläufe von Pflegenden während unterschiedlicher Pflegetätigkeiten aufzunehmen und am PC zu visualisieren und auszuwerten, um physiologisch schädliche Haltungen zu identifizieren. Durch das System sollen Anreize geboten werden, Fehlhaltungen entgegenzuwirken. Geht es im Projekt ITAGAP an anderer Stelle um EntlasPflegelabor_2tungen im arbeitsorganisatorischen Bereich, so geht es hier  darum, die körperliche Gesundheit des Pflegepersonals zu fokussieren. Die beiden Mitarbeiterinnen der Pflegeschule waren  an den präsentierten technischen Möglichkeiten interessiert und konnten sich vorstellen, das System in entsprechende Schulungen für Pflegepersonal und pflegende Angehörige einzubinden.

Conrad Fifelski stellte weiterhin Forschungen im Bereich der Telepräsenz, also der Fernsteuerung z.B. durch Pflegeroboter, vor. Diese sollen ausdrücklich keine Pflegenden ersetzen, allerdings bieten sie die Möglichkeit, bei Pflegehandlungen zu unterstützen. Vonseiten der Gäste aus der Praxis wurde diesbezüglich eher Ablehnung deutlich: der pflegende, sozial agierende Mensch sollte immer im Mittelpunkt aller Pflegetätigkeiten stehen. Momentan wird der Bedarf von Pflegerobotern, auch im Unterstützungskontext, tendenziell eher nicht gesehen.