Präsentation von ITAGAP auf dem internationalen Fachforum für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Am 17.10.2017 wurden Teilergebnisse aus der Analysephase auf der „Aktionsbühne Workplace Design and Corporate Health“ des internationalen Kongresses für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit präsentiert.

Titel des Beit20171017_132745rags: Transdisziplinäre Aspekte zu Gefährdungspotenzialen durch neue Technologien in der ambulanten Pflege

Beitrag von: Dr. Lena Marie Glunz (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) & Sabine Erbschwendtner (Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar)

Gegenstand des Beitrags: Verschiedene neue Technologien, die im Arbeitsprozess von ambulanten Pflegekräften angewendet werden, unterstützen und vereinfachen ausgewählte Arbeitsschritte. Vor allem MDA-Geräte (Mobile Digital Assistant; in der Regel Smartphones mit einer App für die Tourenplanung, etc.) reduzieren papiergestützte Aufzeichnungen und ermöglichen den ambulanten Pflegediensten eine erleichterte Abrechnung der durchgeführten Leistungen. Diese neuen Technologien und deren Anwendung im alltäglichen Arbeitsleben verändern die Steuerung, das Verhalten und das Empfinden der Mitarbeiter(innen). Diese Veränderungen haben unterschiedliche Auswirkungen. Sie bedingen mitunter auch neue Gefährdungspotenziale, die teilweise vor20171017_110821 dem Hintergrund der vornehmlichen positiven Vereinfachung unbeachtet bleiben. In dem Vortrag wurde auf diese neuen Gefährdungspotenziale aufmerksam gemacht. Dazu zählen bspw.:

  • (Pflege-)Prozesssteuerung und Handlungsspielräume (Anforderungsgestaltung und Verantwortung)
  • Interessierte Selbstgefährdung (Anforderungen auf Grund indirekter Steuerungsimpulse)
  • Führung (Anforderungen auf Grund ausgewählter Führungsthemen)
  • Arbeitsplatz Auto (Anforderungen auf Grund der Nutzung von neuen Technologien im Auto)

Diese Gefährdungen betreffen nicht ausschließlich Pflegeorganisationen, sie können im übertragenen Sinne eine Begleiterscheinung von jeglichen (neuen) (technologischen) Veränderungen sein. Die Erkenntnisse üA+A Stand.docxber diese Gefährdungspotenziale finden Berücksichtigung in der Gestaltungsphase von ITAGAP.

Weiterhin präsentierte sich das Projekt ITAGAP am Gemeinschaftsstand des BMBF-Förderschwerpunkts „Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen“. Das Projektteam hat außerdem ein Poster mit einer Auswahl an Erkenntnissen aus der Analysephase des Projekts eingereicht, welches Teil der Posterausstellung am Rande des A+A Kongresses war.